Photovoltaik in Hannover Photovoltaik in Hannover

Unabhängig sein von Stromkonzernen, keine horrenden Stromrechnungen mehr zahlen müssen und der Umwelt etwas Gutes tun. Es gibt viele Gründe für die Nutzung von Sonnenenergie! Solarenergie boomt auch in Niedersachsen. Aber wie funktioniert das? Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen? Was kostet Immobilieneigentümer der Strom vom Dach? Und welche lokale Förderung winkt in Niedersachsen und der Region Hannover? Photovoltaik in Hannover

Photovoltaik – Funktionsweise, Eigenheiten & Vorteile

Der Wunsch, die unerschöpflichen Energieströme der Sonne anzuzapfen ist beinahe so alt wie die Menschheit selbst. Immerhin birgt die Nutzung der Sonnenenergie zahlreiche Vorteile. Das Funktionsprinzip ist dabei recht simpel. Basis sind auf dem Dach montierte Solarzellen, wie z.B. eine Silizium-Solarzelle. Mehrere Schichten dieses Halbleiters wandeln die als Licht auftretende elektromagnetische Strahlung der Sonne in elektrischen Strom um. Der entstandene Gleichstrom wird dabei zunächst durch einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt. Nur so kann er im Wechselstromnetz des Hauses genutzt oder ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Hier finden Sie mehr Informationen zu Solarenergie.

Worin unterscheiden sich Photovoltaik und Solarthermie?

Häufig werden die Begriffe Photovoltaik (PV) und Solarthermie miteinander verwechselt. Was stimmt: Beide Systeme nutzen das Sonnenlicht zur Energieerzeugung. Sie tun dies allerdings auf unterschiedliche Weise. Während es bei einer PV-Anlage um die Erzeugung und Nutzung von Strom für elektrische Verbraucher geht, zielt die Solarthermieanlage auf die Wärmeerzeugung ab. Im Gegensatz zu PV-Kollektoren werden Solarthermie-Kollektoren von einer Wärmeträgerflüssigkeit durchströmt. Bei Sonneneinstrahlung erwärmt sich diese und erhitzt Wasser in einem Wärmetauscher. Dieses Wasser wiederum kann im Haus als Warmwasser oder für den Betrieb der Heizung verwendet werden. Gegenüber der Solarthermieanlage hat die PV-Anlage einen entscheidenden Vorteil: Während die Solarthermie ausschließlich Wärme erzeugt, ist die PV-Anlage vielseitiger. Sie kann sogar den erzeugten elektrischen Strom zum Betrieb einer Wärmepumpe bereitstellen.

Auf einen Blick: Vorteile von selbsterzeugtem Solarstrom

Auf dem eigenen Dach Strom erzeugen, ist nicht nur die Zukunft, sondern bereits Gegenwart. Dabei sind es sowohl die hohen Preise für Strom aus dem Netz als auch der Wunsch nach Unabhängigkeit sowie Umweltaspekte, die auch in der Region Hannover für die Installation einer PV-Anlage sprechen. Grund genug, einmal einen Blick auf die Vorteile für Immobilieneigentümer zu werfen:
  1. Unabhängigkeit
  2. Nachhaltigkeit
  3. Beitrag zur Energiewende
  4. Kostenersparnis
  5. Wertsteigerung
Unabhängigkeit: Wer auf seinem Dach Strom zur Eigennutzung erzeugt, muss sich nicht mehr um die Preisachterbahn der Energieversorger kümmern. Ist zudem ein Hausspeicher vorhanden, verlieren auch Stromausfälle im öffentlichen Netz ihren Schrecken. Nachhaltigkeit: Photovoltaik ist sauber, nachhaltig und klimafreundlich, da keine fossilen Energieträger in die Energiegewinnung eingebunden sind. Auch Abfallprodukte entstehen nicht, was zur Verringerung des Schadstoffausstoßes und des eigenen CO2-Fußabdrucks beiträgt. Beitrag zur Energiewende: Die Photovoltaik gehört zu den erneuerbaren Energien. Damit ist Sie Ihr persönlicher Beitrag zur Energiewende in Deutschland. Letztere ist im Übrigen nur durch das Engagement der privaten Immobilieneigentümer überhaupt zu schaffen. Kostenersparnis: Wer seinen Strom auf dem eigenen Dach erzeugt, spart gegenüber dem Marktpreis bares Geld. Durch die erzielte Ersparnis rechnet sich die Investition in eine PV-Anlage häufig schon nach 10 Jahren. Ab diesem Zeitpunkt ist der Strom quasi umsonst. Wertsteigerung: Eine verbaute Solaranlage spart langfristig Geld. Nicht zuletzt deshalb trägt sie enorm zum Werterhalt bzw. der Wertsteigerung Ihrer Immobilie bei. Das gilt sowohl für den Verkauf als auch für eine spätere Vermietung.

Voraussetzungen für eine PV-Anlage

Entgegen vieler Unkenrufe ist die Installation einer PV-Anlage in allen Regionen Deutschlands – sogar im hohen Norden – problemlos möglich. Ob sich der wirtschaftliche Betrieb lohnt, hängt eher von den Voraussetzungen des Standorts sowie der Beschaffenheit Ihrer Immobilie ab. Hier zählen unter anderem die folgenden Faktoren: Statik: Ihr Dach muss die entsprechende Statik haben und eine ausreichende Tragfähigkeit für die Solarmodule aufweisen. Auch wenn die Statik vor der Installation immer vor Ort geprüft wird, können Sie davon ausgehen, dass beinahe jedes Dach statisch geeignet ist. Dachfläche: Je größer die Dachfläche, desto größer kann die PV-Anlage dimensioniert werden. Und je größer diese ist, desto mehr Strom erzeugt sie für die Nutzung, Einspeisung und Speicherung. Wo genau der Punkt liegt, ab dem sich der Betrieb lohnt, wird für Sie individuell errechnet. Ausrichtung: Abhängig davon, wie Ihr Hausdach zur Sonnen ausgerichtet ist, wird mehr oder weniger Strom erzeugt. Ideal ist eine Südlage der Dachfläche. Aber auch Ost-West-Lagen sind hervorragend geeignet. Mittlerweile führen hocheffiziente Solarmodule jedoch dazu, dass nahezu jede Dachausrichtung für einen wirtschaftlichen PV-Betrieb ausgenutzt werden kann. Dachneigung: Neben der Ausrichtung hat auch die Neigung einen großen Einfluss darauf, wie viel Sonnenlicht am Tag auf die Anlage fällt. Ideal ist ein Dachneigungswinkel von 30 bis 36 Grad. Verschattung: Ein Dach sollte möglichst frei von Verschattung sein. Das bedeutet, dass etwa umstehende Bäume oder Dächer der Nachbarn im Tagesverlauf keinen Schattenwurf auf der PV-Anlage erzeugen sollten. Eine verschattete Anlage kann schließlich keinen Strom erzeugen.

Kosten: Was kostet eine Photovoltaikanlage?

Die Kosten für eine PV-Anlage sind individuell. Sie hängen sowohl von der Dimensionierung der Anlage, der theoretisch maximal erzeugten Energie (kWp) als auch von den verwendeten Modulen, weiteren Baugruppen (zB. Batteriespeicher) sowie dem Montageaufwand ab. Pro Kilowatt Leistung liegen die Kosten derzeit zwischen ca. 1.200 und 1.800 Euro (zzgl. MwSt.). Um den Strombedarf eines Haushalts mit 5.000 kWh Jahresverbrauch zu decken, wird etwa eine Anlage mit mindestens 5 kWp benötigt. Die Kosten hierfür liegen zwischen 6.000 und 9.000 Euro (zzgl. MwSt.). Durch attraktive Fördermittel des Bundes sowie die Photovoltaik-Förderung in Niedersachsen können Sie Anschaffungskosten jedoch weiter drücken.

Wallbox in Hannover

PKW Ladesäule
Eine Wallbox ist eine sinnvolle Ergänzung zur PV-Anlage
Wandladestationen sind eine sinnvolle Ergänzung zu einer bestehenden PV-Anlage. Mittlerweile sind viele Ladestationen, sogenannte Wallboxen, erhältlich mit denen ein Elektroauto geladen werden kann. Grundsätzlich gilt: Je höher die Leistung der Wallbox, desto schneller lässt sich eine Fahrzeugbatterie aufladen. Eine Wallbox mit 11 kW lädt zum Beispiel 5-Mal schneller als an eine Haushaltssteckdose. Ein Großteil der heute verbreiteten E-Autos und Hybride lädt an Wechselstrom mit 11 kW. Die größeren Ladestationen mit 22 kW laden zehnmal schneller. Allerdings müssen beide Versionen beim Netzbetreiber gemeldet werden (Enercity Netz Hannover). Bei der größeren Variante (> 12 kW) findet zudem eine Prüfung statt und eine gesonderte Genehmigung wird ausgestellt. Hier finden Sie mehr Informationen zu Ladestationen.

Attraktive Förderungen für PV in Niedersachsen

Ob sich Photovoltaik in Niedersachsen und insbesondere in Hannover lohnt? Diese Frage stellen sich etliche Immobilieneigentümer. Tatsächlich nimmt der Zubau der PV in Niedersachsen dramatisch zu. Allein im Jahr 2020 kamen 4.600 Megawatt Solarleistung hinzu. Mit Jahresende waren es laut Prognosen der Landesregierung gute 65 Gigawatt Leistung, was die PV in Niedersachsen angeht. Durch die Lage der Landeshauptstadt ist Photovoltaik in Hannover durch eine für Norddeutschland vergleichsweise hohe Sonnenstundenanzahl begünstigt. Im Durchschnitt scheint die Sonne hier an 4,1 Stunden pro Tag. Der Jahreshöchstwert liegt bei rund 6,9 Sonnenstunden. Gerade in Kombination mit einer Hausbatterie ist Photovoltaik in Hannover für Eigenheimbesitzer eine attraktive Lösung. Besonders attraktiv wird die Angelegenheit durch Förderungen auf Bundes- und Landesebene.

Diese Förderungen winken auf Landes- und Bundesebene

Wer an der Anschaffung von Photovoltaik in Hannover interessiert ist, darf sich auf eine Förderung durch die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) freuen. Im Rahmen der Programme „Erneuerbare Energien Standard“ (KfW 270) und „Erneuerbare Energien Premium“ (KfW 271) fördert die KfW sowohl die Errichtung als auch die Erweiterung von Photovoltaik in Niedersachsen – und damit auch in Hannover. Die Photovoltaik-Förderung umfasst jeweils ein zinsgünstiges Darlehen, das mit bis zu drei tilgungsfreien Anlaufjahren daherkommt. Interessant: Wer eine Wallbox für das Laden seines Elektroautos installiert, bekommt von der KfW einen weiteren Zuschuss in Höhe von bis zu 900 Euro (KfW-Programm 440). Darüber hinaus wird die Solarenergie auch durch das Land Niedersachsen gezielt gefördert. Das aufgelegte Programm zielt auf die Förderungen von PV-Anlagen mit Batteriespeicher bis zu Investitionskosten von 50.000 Euro ab. Da die Fördermittel des ursprünglich bis 2022 avisierten Programms bereits im Jahr 2021 ausgeschöpft waren, ist unklar, in welche Form das Programm fortgesetzt wird. Aufgrund der künftig anstehenden Solardachpflicht ist jedoch mit einer weiteren Förderung pro installierten Photovoltaikanlage auszugehen. Lesen Sie weiter: Photovoltaik – Was sind die Kosten & welche Förderung gibt es?

Solardach-Pflicht – Wen trifft es wann?

Eine große Neuerung, die PV in Niedersachsen betrifft, ist die Einführung der Solardachpflicht für 2023. Diese besagt, dass mindestens 50 Prozent der Dachfläche für die Installation von Photovoltaik- bzw. Solarthermie-Modulen genutzt werden müssen. Bislang ist die Solardach-Pflicht ausschließlich für Nichtwohngebäude mit einer Dachfläche ab 75 Quadratmetern. Zusatz: Der Bauantrag muss nach dem 31. Dezember 2022 gestellt worden sein. Wichtig: Für denkmalgeschützte Gebäude sind Ausnahmen von dieser Regelung geplant. Wann und ob es auch für Wohngebäude eine Solardach-Pflicht geben wird, ist derzeit unklar.

Photovoltaik in Hannover – Lohnt sich das?

Einfache Frage, klare Antwort: Ja – eine hochmoderne PV-Anlage lohnt sich durch die enorme technische Effizienz auch in der norddeutschen Landeshauptstadt. Während die Investition in einen eigenen Hausspeicher auch an wolkigen Tagen für eine optimale Versorgungssicherheit sorgt, helfen Förderprogramme der KfW sowie des Landes Niedersachsens zusätzlich bei der Investition in Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit. Für weitere Informationen erfahren Sie hier mehr über One More Energy und nehmen Sie gerne jederzeit Kontakt zu uns auf!